Dienstag, 25. Juli 2017

Der Sommer gönnt sich eine Pause

Der Sommer macht bei uns gerade ein bisschen Ferien.
Das finde ich, ehrlich gesagt, gar nicht schlimm, denn alles was über 25 Grad ist, ist mir ohnehin viel zu warm.
Aber für all die, die sich den Sommer und die Wärme zurückwünschen, habe ich zur Aufheiterung ein paar Bilder aus meinem Sommergarten.
Ich liebe Echinacea und habe mittlerweile eine kleine Sammlung davon.
Sogar in (für mich) etwas gewagteren Farben!
Diese sind allerdings nicht ganz so orange, wie sie auf dem Bild scheinen, sondern sehen in Echt vielmehr so aus wie auf diesem Bild:
Aber auch eine wirklich orangefarbene Variante hat Einzug in meinen Garten gehalten.
Ich habe sie geschenkt bekommen und war zugegebenermassen anfangs nur mässig begeistert davon. Nun habe ich sie vor die Blutpflaume gepflanzt und in Kombination mit dem dunklen Laub gefällt sie mir doch recht gut.
Die Stockrosen schwächeln leider ein bisschen dieses Jahr.
Ebenso haben sich die Wiesenskabiosen rar gemacht.
Schade, denn ich mag sie sehr gerne. Aber vielleicht gibt es nächstes Jahr wieder mehr davon - ich lasse sie sich immer selber aussäen.
Apropos aussäen:
Diejenigen, denen ich Mohnsamen versprochen habe, müssen nicht mehr lange warten: Ich schicke sie bald auf den Weg (und auch die Stockrosensamen, liebe Nicole 😉)!
Die ersten Herbstanemonen öffnen auch schon ihre Blüten.
Für mich ist das jedes Jahr wieder eine grosse Freude, weil ich diese Pflanze liebe und sehr viele davon überall in meinem Garten verteilt habe. Bilder werdet ihr hier auf jeden Fall noch zu sehen bekommen!

Worüber ich mich auch sehr gefreut habe, war die reiche Johannisbeerernte.
Ich habe zwar nur zwei Sträucher, oder besser gesagt anderthalb (weil einer noch sehr klein ist und erst im vergangenen Frühling gepflanzt wurde), aber trotzdem durfte ich so viele Beeren ernten, dass es für Gelee gereicht hat! Natürlich ist es nicht schwierig, Johannisbeergelee zu kochen, aber trotzdem finde ich es toll, dass man in dem Buch, das ich euch heute vorstellen, will, ein Rezept dazu findet.
 

Autorin: Trine Hahnemann
Verlag: EMF

So einfache Dinge wie eben ein Rezept für Johannisbeergelee finden ja selten Einzug in Kochbücher. Lieber werden Sammlungen von (für mich) hochkomplizierten und prestigeträchtigen Rezepten präsentiert, die dann am Schluss eh kein Mensch nachkocht, weil sie viel zu aufwändig sind. Nicht so dieses Buch. Da findet man - wie gsagt - auch simple Sachen wie Johannisbeergelee.
Bei mir hat es drei Gläschen gegeben (plus Beeren für zweimal Johannisbeermuffins). Perfekt, um damit zu Weihnachten die Spitzbuben zu versüssen!
"Skandinavisch kochen" ist ein richtig dicker Schmöcker mit tollen Bildern und vielen Rezepten, die nicht 08/15 sind, sondern teilweise schon etwas speziell. Aber dennoch alltagstauglich und nicht so aussergewöhnlich, dass man die Zutaten aus Übersee einfliegen lassen müsste oder dass man sich vielleicht gar nicht daran versuchen möchte. 
Das Buch ist aufgeteilt in verschiedene Kapitel wie "Das esse ich tagsüber", "Mahlzeiten mit der Familie", "Suppen für jede Jahreszeit" und natürlich "Etwas Süsses".
Ein Weihnachtskapitel darf natürlich auch nicht fehlen!
Wir haben, als es mal etwas kühler war, ein ganz simples Rezept ausprobiert: Spinat und Kartoffeln mit Ei.
Ging wunderbar, unkompliziert und hat sehr lecker geschmeckt.
Die Bilder, die es zu jedem Rezept gibt, sind sehr ansprechend und lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Kürbissuppe - will ich diesen Herbst unbedingt machen.

Trine Hahnemann hat eine interessante Einleitung geschrieben und erklärt unter anderem, weswegen sie Bio-Produkte kauft und warum die Ernährung viel mit Lebensqualität zu tun hat.
Ausserdem gibt es zu jedem Kapitel einen einführenden Text, den ich jeweils sehr gerne gelesen habe - die Infos waren zugleich informativ und auch von einer persönlichen Note begleitet.
Ein Kochbuch der besonderen Art, eine tolle Ergänzung zu "Skandinavisch backen", das ich euch hier vorgestellt habe.
Ganz meins: Heisse Schokolade mit süssen Brötchen.

Vielen lieben Dank an den Verlag EMF fürs Zurverfügungstellen dieses Buches!

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Demnächst gibt's hier auch wieder "Samtpfotiges" zu lesen. Also bis bald! 😊

Donnerstag, 6. Juli 2017

Part of our Symphonie

Seit drei Wochen lebt Diego nun bei uns.
Vieles hat sich getan in dieser Zeit. Diego hat Gewicht zugelegt und ist gewachsen, die Kittentoilette, die wir sicherheitshalber im Wohnzimmer aufgestellt hatten (und die am Anfang auch wirklich nötig war), ist nicht mehr da. Diego hat gelernt, die beiden "regulären" Katzenklos zu benützen.
 
Vom anfangs etwas schüchternen und ruhigen Katerchen ist nicht mehr viel übrig, er ist neugierig,  aufgeweckt, verspielt, verschmust, entzückend, anhänglich, manchmal sogar ein bisschen draufgängerisch und leider ziemlich ungeschickt.
So waren wir am späten Freitagabend bereits zum ersten Mal in der Notaufnahme der Tierklinik, weil Diego zwischen den Treppenstufen hindurchgeflutscht, in die Tiefe gestürzt und hart auf dem Boden aufgekommen ist. Vom anfänglichen Humpeln war in der Klinik dann nichts mehr zu sehen und zum Glück ist auch nichts passiert, ausser einem grossen Schrecken für alle. Respekt hat dieser Vorfall dem Minikater nicht eingeflösst - direkt nach der Heimkehr aus der Klinik hat er es sich wieder auf der Treppe gemütlich gemacht. Meine Nerven... 😱
 
Auch das Zusammenleben mit den beiden Katzendamen klappt mittlerweile gut, vor allem Shiva ist dem kleinen Kerl nicht abgeneigt. Indra hatte länger am Neuzugang zu knabbern und zeigte auch uns Menschen deutlich, was sie davon hält, so ein kleines, quirliges Wesen vor die Nase gesetzt zu bekommen. Doch seit ein paar Tagen ist alles wieder gut, sie ist sowohl uns wie auch Diego wohlgesonnen.
 Die gravierendste Veränderung ist wohl aber, dass Diego nicht mehr einfach "nur" im neuen Daheim angekommen ist, sondern mittlerweile Einzug in unsere Herzen gehalten hat. Natürlich waren wir vom ersten Moment an absolut entzückt von ihm und hätten ihn nicht mehr hergeben wollen. Aber ganz ehrlich: Geht einem das nicht mit (fast) allen Kätzchen und Katzen so? Dass man sie einfach behalten und endlos knuddeln und herzen und für immer behalten möchte?
 Es braucht jedoch eine gewisse Zeit des Kennenlernens, des Zusammenlebens und des "Austestens", bis eine echte Freundschaft entsteht und man sich gegenseitig richtig tief ins Herz schliesst. Bis man zusammengehört. Und das ist bei uns jetzt der Fall. Willkommen in unseren Herzen, Diego!


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Zu seinem Einzug bei uns hat Diego eine eigene kleine Decke bekommen. In pastelligen Blautönen, weil er ja schliesslich ein Junge ist. Also zumindest theoretisch wäre die Decke für ihn gedacht gewesen - Indra findet sie aber auch ganz toll... 😉
Die Anleitung dazu habe ich aus dem Buch "Schmusetier und Kuscheldecke" von Ruth Laing, welches mir der Verlag Bassermann freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür!
Von Ruth Laing habe ich euch hier und hier schon Bücher vorgestellt. Die Anleitungen sind immer gut verständlich geschrieben und mit Bildern ergänzend erklärt, so dass sich selbst für Nähanfänger immer etwas Schönes zum Nacharbeiten findet.
 
Gerade für Anfänger ist sicher auch der immer vorhandene "Gut zu wissen"-Teil am Anfang des Buches hilfreich, in dem verschiedene Grundlagen erklärt werden. Wenn man bereits Näherfahrung hat, kann man sich die Lektüre aber sparen und direkt mit der Arbeit loslegen.
Aus diesem Buch wurde die Kinderschürze nachgearbeitet, welche auch für Nähneulinge machbar sein sollte, gut für die Stoffresteverwertung geeignet ist und sich toll als Geschenk eignet.
 
Auch Diegos Decke gehört in die Kategorie einfach nachzuarbeiten, Resteverwertung und schönes Geschenk. Die Decke wird als "Patchworkdecke" bezeichnet. Ich persönlich verstehe zwar unter "Patchwork" etwas anderes als einfach zusammengenähte Streifen - aber schlussendlich ist das Ergebnis toll, egal wie man die Technik nennt...
Der Preis des Buches ist wirklich sensationell - für nicht einmal ganz 8 Euro bekommt ihr Anleitungen für eine Schnullerkette, ein Bettwäscheset, Bärenschlafsäcke, eine Puppentragetasche, eine Kindergartentasche, Bodys, einen Bettwurm, ein Windeltäschchen und vieles mehr.
Viel Spass beim Nähen!

Und jetzt wünsche ich euch einen herrlichen Sommertag.

Liebe Grüsse,
Nadia

Die Augen einer Katze sind Fenster, die uns in eine andere Welt blicken lassen
(aus Irland)

Donnerstag, 29. Juni 2017

Kommt ihr mit in meinen Garten?

Es ist schon herrlich, wie es jetzt im Garten blüht.
Diese Sorte Mohn finde ich so wunderschön, und auch verblüht sieht Mohn noch sehr dekorativ aus.
Auch die Jungfer im Grünen kann sich sowohl während als auch nach der Blüte sehen lassen.
Im Hintergrund blüht übrigens Frauenmantel. Und obwohl ich Gelb nicht besonders mag, möchte ich auf diese filigranen Blüten nicht mehr verzichten und habe mittlerweile an vielen Stellen im Garten Frauenmantel gepflanzt. Er ist so herrlich pflegeleicht und unterdrückt bis zu einem gewissen Mass auch das Unkraut. Ausserdem passen seine Blüten einfach zu allen anderen Pflanzen.
Die Hauswurze machen mir auch viel Freude. Diese Sorte, die aussieht wie mit feinen Spinnweben überzogen und die in einem Betongugelhupf ihr Zuhause gefunden hat, mag ich ganz besonders.
Diese Rose stand kurz vor der Entsorgung, weil sie einfach nicht recht blühen wollte und sehr ungesundes Laub hatte. Also habe ich sie umgepflanzt, um ihr eine letzte Chance zu geben. Sie hat sie genutzt.
Die Kombination von Rosa und Lila gefällt mir sehr gut.
Schöööööön... Lavendelduft und dazu das Summen der Bienen - das ist Sommer! 🐝
Nochmals eine Mohn-Variante (ich mag Mohn wirklich sehr gerne und säe ihn gestaffelt, so dass ich den ganzen Sommer über etwas davon habe).
Die Sterndolde blüht üppig und wunderschön, auch sie ist ein wahrer Bienenmagnet. Erfreulicherweise hat sie sich sogar selber ausgesät, so dass ich Jungpflanzen verschenken und an anderer Stelle in meinem Garten pflanzen konnte.
Die Lichtnelke habe ich vorletztes Jahr von einer Nachbarin geschenkt erhalten. Während letztes Jahr die Blütenpracht sehr bescheiden war, habe ich dieses Jahr eine Art Nelkenplantage. Ich werde reduzieren müssen, sonst habe ich nächstes Jahr einen reinen Nelkengarten. 🙈

Da wir ja ohnehin schon im Garten sind, will ich euch gleich noch ein wunderbares Buch vorstellen, das mir der DVA Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür!

Frauen und ihre Gärten
Gartengestalterinnen verraten ihre Geheimnisse
Autorinnen: Kathrin Hofmeister und Elke Borkowski (Fotos)

Schon das Äussere des Buches macht Lust auf mehr. Das grosse Format, die herrliche Bildauswahl. Wirklich schön, oder? Übrigens hätte ich wahnsinnig gerne so eine Kugeldistel im Garten - da sollte ich mich mal drum kümmern. 😉
Das Buch selber ist durchwegs einfach nur schön. Grandiose Fotos, die Begehrlichkeiten wecken und dafür sorgen, dass man gar nicht mehr weiss, ob man sich direkt in Gartenklamotten werfen und mit der Umgestaltung des heimischen Gartens loslegen oder vielleicht doch lieber zuerst die nächste Gärtnerei plündern soll. 
Gartengestalterinnen aus fünf verschiedenen Ländern nehmen uns mit in ihre Gärten, in denen man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Lauschige Eckchen da, klare Linien dort, wunderbare Blütenfülle hier und schlichte Farbwahl im nächsten Gartenparadies.
Zu jedem Garten gibt es eine Skizze, was ich besonders interessant finde und mir immer vorstelle, wie dieser Plan auf unser Grundstück passen würde und was man ändern müsste (meist den Platz - obwohl wir 1000 m2 Grundstück haben, erscheint das im Vergleich zu vielen anderen Gärten geradezu klein).
Jede der Gartenkünstlerinnen wird vorstellt und erzählt, wie sie zum Gärtnern kam, was es ihr bedeutet und wie sich ihr Stil gestaltet. Zum Schluss werden dann auch noch ein paar Geheimnisse der Gärtnerinnen verraten.
Mir gefällt das Buch sehr gut - eines dieser Bücher, das man immer mal wieder gerne zur Hand nimmt, um darin herumzublättern und die schönen Bilder zu geniessen.
Und dann hat mich doch gestern tatsächlich noch ganz entzückende Sommerpost erreicht!
Ein zarter Lavendelduft entsteigt der Karte, die mit lieben Worten beschrieben ist. Gestern Morgen habe ich eben diese Karten bei Manu bewundert - und als ich am Abend heimgekommen bin, lag eine davon in meinem Briefkasten. Ganz herzlichen Dank dafür, Du Liebe! 💕

Ich wünsche euch schöne Sommertage!

Liebe Grüsse,
Nadia