Donnerstag, 13. April 2017

Lust auf Garten - Lust auf Laube

Unglaublich, was die Natur wieder für ein Schauspiel zeigt, findet ihr nicht auch? Tag für Tag öffnen sich neue Blüten, zeigen sich neue Blättchen und spriesst neues Grün aus der Erde.
Da zieht es einen bei jeder Gelegenheit nach draussen.
Herrlich, wenn man einen Garten hat.
Aber was tut jemand, der in einer Wohnung - vielleicht sogar ohne Balkon - lebt?
Der hat hoffentlich das Glück, einen Schrebergarten sein Eigen zu nennen.
Zu diesem Thema hat mir der Verlag DVA ein richtig tolles Buch zur Verfügung gestellt:
Lust auf Laube
Autoren: Caroline Lahusen und Silvia Doria
Verlag: DVA

Es handelt sich hierbei um eines jener Bücher, bei denen man schon nach dem ersten Blick weiss: Toll! Richtig, richtig toll! Der Einband ist sehr hochwertig und im Innenteil geht es gleich so weiter, sowohl von der Haptik an sich wie auch vom Inhalt her. 
Ein bebildertes Inhaltsverzeichnis verschafft einen ersten Überblick über die im Buch vorgestellten Gärten bzw. deren Besitzer und macht sofort Lust auf mehr. 
Die Gärten und die dazugehörenden Lauben sind alle sehr unterschiedlich, aber eines haben sie gemeinsam: Man sieht und spürt, dass die Besitzer viel Liebe und Herzblut in ihre kleinen Feierabend- und Wochenendparadiese legen, egal ob es sich um ein ziemlich futuristisches Gartenhäuschen wie auf dem obigen Bild handelt oder ob es doch einigermassen traditionell zu und her geht. 
Die begeisterten Hobbygärtner erzählen davon, wie sie zu ihrem Schrebergarten gekommen sind, was sie verändert haben oder wie vielleicht sogar der Garten sie verändert hat. Man erhält auch kleine, hilfreiche und originelle Tipps und sehr oft gibt es etwas zu schmunzeln. 
Zwar bin ich in der glücklichen Lage, mitten im Grünen zu leben und somit auch einen grossen Garten zu haben. Allerdings muss ich zugeben, dass dieses Buch bei mir trotzdem die Lust auf einen Schrebergarten geweckt hat. Weil halt so ein Stückchen Land mit einem entzückenden kleinen wochenendtauglichen Häuschen drauf schon einen ganz besonderen Charme hat.. 
Ein Buch, das ich euch wärmstens empfehlen kann und von dem ich sehr hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird!
Ja, und dann schulde ich euch ja noch meinen 12tel-Blick vom März! Zwar ist fast schon Zeit für denjenigen vom April, aber natürlich will ich das Versäumte trotzdem noch nachholen:
Die Vormonate haben so ausgesehen:
Man sieht, dass die Weide grüner geworden ist und unser eigener Rasen eher nicht so. 😉 Das liegt aber daran, dass wir ihn gerade vertikutiert hatten, als ich das Foto gemacht habe. Auf dem April-Bild wird er dann schon wieder viel besser aussehen. 

Was man leider auch nicht sieht ist, dass das Vogelhäuschen bewohnt ist. Mir ist nur noch nicht klar, wer jetzt drin wohnt - entweder Kohlmeisen oder Spatzen. Auf jeden Fall gab es kürzlich ein interessantes Schauspiel zu beobachten, als nämlich eine Kohlmeise angefangen hat, den Inhalt des Häuschens ins Freie zu zerren. 
Sofort kam ein Spatz angeflogen, der von der Meisentätigkeit offenbar gar nicht begeistert war und danach dann auch tapfer die Stellung am Häuschen gehalten hat. 
Obs genützt hat, weiss ich (noch) nicht, aber bald wird man ja sehen, welche Eltern Futter für ihren Nachwuchs herbeitragen.

Ich wünsche euch ein schönes, langes Osterwochenende.

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Auch in die Nistkästen an unserer Garage sind Spatzen eingezogen, die eifrig Nistmaterial herbeitragen. 

Montag, 20. März 2017

Die allerschönste Frühlingsmusik

Eigentlich gibt es ja nur zwei Möglichkeiten, welches denn die schönste Frühlingsmusik ist: Entweder das frühmorgendliche Vogelgezwitschere oder das emsige Summen der Bienen und Hummeln. Wie ist das bei euch? Was berührt euch mehr, der Gesang der Vögel oder das Summen der Bienen?
Für mich ist beides ein Glücksmoment. Aber da die Vögel ja auch im Winter nie ganz verstummen (zum Glück!), ist das erste Bienengesumme im Frühling für mich immer wieder etwas ganz Besonderes. Die Bienen - und natürlich auch die Hummeln - sind jetzt wieder fleissig und erfreuen das Gärtnerohr und -herz mit ihrer Bienenmusik.
 
Schon jetzt freue ich mich auf die Kirschbaumblüte. Wenn man sich zu dieser Zeit an den Stamm stellt, direkt unter die Mitte des blühenden Baumes, hört es sich an, als ob man mitten in einem Bienenvolk wäre. So schön!
Bis dahin erfreue ich mich an der etwas dezenteren, aber nicht minder schönen Musik-Variante von Bienen in und auf Frühlingsblumen.
Die Elfenkrokusse gefallen mir ganz besonders gut.
Eigentlich habe ich nur ein paar wenige Zwiebelchen davon in die Erde gesteckt, aber sie vermehren sich wunderbar, was mich natürlich sehr freut.
Auch die Lenzrosen werden immer mehr, dieses Jahren blühen endlich auch die ersten Sämlinge, die in meinem Garten gewachsen sind. Mit der Zeit werden es wohl zu viele werden, als dass ich alle behalten könnte. Aber für solche Schönheiten finden sich immer Abnehmer, zum Glück!
Apropos Glück: Gestern habe ich ein Buch fertiggelesen, das ich euch keinesfalls vorenthalten will:
von Elmar Rassi

Kennt ihr auch diese Menschen, die irgendwie immer griesgrämig und unzufrieden zu sein scheinen, die sich über nichts wirklich freuen können, von denen immer ein "Aber" kommt und die überall das Haar in der Suppe suchen? Zum Glück kenne ich nur wenige Exemplare davon und muss zugeben: Ich tue mich sehr schwer mit ihnen. Weil wir hierzulande ja allen Grund haben, glücklich zu sein. Wir haben alles, was wir für ein gutes Leben brauchen. Und trotzdem wird so viel gejammert... So hat mich denn auch der Klappentext von "Schweineglück" gleich sehr neugierig gemacht:

"Elmar Rassi musste als Junge aus seiner Heimat Aserbaidschan fliehen. Nachdem ihm in Deutschland ein zweites Leben geschenkt worden war, beschäftigte er sich jahrelang mit den Gesetzmässigkeiten des Glücks. Aus diesen Forschungen und eigenen Erfahrungen stellt er zehn universelle Glücksregeln auf, die uns helfen, Lebensfreude, Liebe und innere Zufriedenheit zu finden."

Elmsar Rassi spannt den Leser dann auch nicht lange auf die Folter, sondern listet direkt auf der Innenseite des Buchumschlages die 10 Zutaten seines Glücksrezepts auf. Man könnte meinen, dass damit ja eigentlich schon alles gesagt ist und man das Buch weglegen kann. Aber natürlich ist dem nicht so, uns schon ein kurzes Blättern durch die Seiten bewirkt, dass man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen würde. Die Kapitel sind übersichtlich und bunt gestaltet, immer wieder finden sich zum Thema passende Zitate, Gedichte und Fotos und alles ist spannend und fesselnd geschrieben. Ich hatte das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und war wirklich begeistert vom Schreibstil und den tollen, gut umsetzbaren Tipps, die Elmar Rassi seinen Lesern gibt. Dabei bleibt er so locker und authentisch, dass man ihm jedes Wort glaubt und nie das Gefühl hat, von einem abgehobenen Lehrer kaum umsetzbare Ratschläge um die Ohren geworfen zu bekommen.

Zur Auflockerung werden immer mal wieder Geschichten erzählt, die Elmar Rassi auf seinen Kreuzfahrten,  bei denen er als Glückscoach arbeitet, erlebt hat, oder er gibt die Lebensweisheiten und Tipps, die seine Grossmutter und seine Eltern ihm mit auf den Weg gegeben haben, an den Leser weiter. Einige davon sind so einfach und einleuchtend dass man nur staunen kann, nicht schon lange selber darauf gekommen zu sein.

Ein absolut tolles Buch, das schon beim Lesen für Glücksmomente sorgt.

Habt eine glückliche Woche!

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Und so sieht eine völlig entspannte und glückliche Katze aus:
Wirklich! 😻

Dienstag, 28. Februar 2017

Frühlingsahnung und 12tel-Blick

Der Frühling macht sich bemerkbar. Letzte Woche hatten wir Temperaturen bis 16 Grad und im Garten zeigen sich die ersten tapferen Frühlingsboten.
Die Winterlinge haben schwer gelitten, weil wir vor einem Jahr den Gartenteil umgestaltet haben, in dem sie wachsen. Einige haben das Gewühle und die Graberei jedoch überlebt und ich gehe davon aus, dass sie sich wieder fleissig vermehren werden.
Die Schneeglöckchen werden von Jahr zu Jahr mehr, was mich sehr freut. Wenn sie verblüht sind, werde ich von den grössten Gruppen einen Teil abstechen und an einem anderen Ort im Garten wieder einpflanzen.
Irgendwann möchte ich überall im Garten Schneeglöckchen haben. 😍
Es ist jedes Jahr wieder faszinierend, wie unterschiedlich die Blüten sind.
Die gefüllten Varianten scheinen sich ein bisschen zu zieren und nicht so fleissig zu vermehren wie die einfachen.
Dieses Jahr blühen zum ersten Mal auch die Märzenbecher. Mehrere Versuche, sie in meinem Garten anzusiedeln, sind leider fehlgeschlagen. Aber nun habe ich offenbar den richtigen Platz für sie gefunden.
Und auch das Leberblümchen zeigt die ersten Blüten. Wunderschön diese Farbe, findet ihr nicht auch?

Aber auch wenn der Frühling sich erahnen lässt - richtiges Draussen-Wetter haben wir noch nicht. So bietet es sich natürlich an, im Haus etwas zu werkeln. Beispielsweise zu nähen. Dazu habe ich euch wieder einen guten Buchtipp:
Taschen-Glück
von Ruth Laing
erschienen im Verlag Bassermann

Taschen kann man nie genug haben. Wenn die Anleitungen dazu dann auch noch von Ruth Laing stammen, kann nichts schief gehen.
Ich mag die Bücher von dieser Autorin sehr gerne, weil immer alles gut beschrieben und schön bebildert ist, so dass das Nacharbeiten Freude bereitet und auch der eigenen Kreativität Platz lässt.
Die Kulturtasche kann beispielsweise mit praktischen zusätzlichen Innenfächern ausgestattet werden, um Platz und sicheren Aufbewahrungsraum für kleinen Krimskrams zu schaffen.

Selbstverständlich erhält der Leser auch in diesem Buch wieder allgemeine Hinweise zu Material, Werkzeug & Co., und auch wertvolle Tipps und Tricks sowie bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleiungen fehlen nicht. 
Besonders toll finde ich, dass Frau Laing nur selten mit Schnittmustern arbeitet, sondern dass für viele der Taschen einfach rechteckige Stoffstücke nach angegebenen Massen zugeschnitten werden können. So kann man direkt und spontan mit der Arbeit beginnen, ohne vorher noch lange kopieren zu müssen. 
Ein tolles, abwechslungsreiches Buch mit sehr vielseitigen Vorschlägen, das sowohl für Nähanfängerinnen wie auch für Fortgeschrittene hübsche Projekte bereithält. Viel Spass beim Nähen!

Zum Schluss gibt es hier noch den 12tel-Blick für Februar: 
Der Unterschied zum Januar ist natürlich markant, da der Schnee weggeschmolzen ist und das Darunterliegende zum Vorschein kommt. Hier zum Vergleich nochmals das Bild vom Januar:
Ich bin nun selber gespannt, wie sich das Bild im Laufe des Jahres weiter verändern wird.

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Beim Entfernen von altem, welkem Laub bin ich kürzlich auf eine Weinbergschnecke im Winterschlaf gestossen. 
Habt ihr schon einmal gesehen, wie sie ihr Häuschen verschliessen, um gut über den Winter zu kommen?
Sie graben sich in die Erde ein und bilden einen Kalkdeckel, der die Häuschenöffnung verschliesst. So vor der Kälte geschützt sollen sie angeblich bis -40 Grad aushalten können!
Selbstverständlich habe ich die Schnecke danach wieder mit etwas Erde bedeckt, und nun liegt sie zwischen spriessenden Tulpen und wartet auf den Frühling.

Montag, 13. Februar 2017

Abschied vom Winter

Dieser Winter hat sich richtig Mühe gegeben und sich von seiner allerschönsten Seite gezeigt.
Mit märchenhaft verschneiten Wäldern,
pudrigen Schneezaubereien
und herrlich knackig kalten Tagen.
Sogar Eisblumen hat er an unsere Fenster gemalt.
 
Doch nun scheint er sich langsam aber sicher zurückzuziehen. Zwar ist es vor allem nachts noch immer recht kalt, aber die Sonne strahlt merklich wärmer und im Garten blühen die ersten Schneeglöckchen. Auch die grünen Spitzen von Blausternchen, Narzissen und sogar Tulpen sind schon zu sehen. Obwohl ich den Winter sehr gerne habe, freue ich mich jetzt auch auf den Frühling. Trotzdem: Einfach so lasse ich den Winter nicht gehen, das eine odere andere Schneeflöckchen konserviere ich mir für den Fall, dass der Sommer mal wieder zu heiss wird und zu lange dauert. 😉
Im Moment bin ich nämlich völlig begeistert von den Häkelschneeflocken im Buch "Zauberhafte Schneeflocken" (Frech-Verlag):
Eigentlich ist es ein zwischen zwei Buchdeckeln festgehaltenes Winterwunderland mit Anleitungen für 100 Häkelschneeflocken.
Die Anleitungen gibt es in Wort und Häkelschrift.
Bei der geschriebenen Anleitung hatte ich zu Beginn gewisse Schwierigkeiten, muss ich zugeben. Das liegt aber daran, dass ich grundsätzlich die Einleitung bei Häkelbüchern nicht lese, sondern gleich loslege. Weil ich ja das Gefühl habe, dass ich häkeln kann...
Bei der späteren genauen Betrachtung des Buches hat sich dann herausgestellt, dass sich in diesem Fall meine Häkel-Schwierigkeiten durch einen einzigen Blick in die Einleitung hätten vermeiden lassen, weil dort nämlich alles sehr genau beschrieben und erklärt ist.
Nebst den Anleitungen hat es gleich auch noch Vorschläge, was man aus den Schneeflocken zaubern könnte. Bei mir ist es ein Schneeflockenkissen geworden, das aber schon verschenkt worden ist. Die einzelnen kleinen Schneeflöckchen werden sicher noch mehr und finden ebenfalls einen Verwendungszweck. Was ich auf jeden Fall noch nacharbeiten will, ist der Schneeflockenschal.
Bezaubernd, oder?

Aktuell bin ich aber mit einer anderen Häkelarbeit beschäftigt.
Meine Frühlings-Grannydecke will fertiggestellt werden.
Für wen ich die Reste verwenden werde, dürfte auch schon klar sein:
💕
Ich wünsche euch eine gute Woche.

Liebe Grüsse,
Nadia